IM HEXENKESSEL DER BUNDESHAUS-MEDIEN
Tagebuch eines Insiders

Politik und Medien - Auswirkungen einer verhängnisvollen Allianz

Staatlich beeinflusste Medien sind Gift für die direktdemokratische Ordnung. Die Medien sind in einer funktionierenden Demokratie als eine Art Frühwarnsystem für Politik und Verwaltung zu verstehen. Sie haben die Aufgabe, Politik und Verwaltung zu kontrollieren und, wo nötig, zu kritisieren und sie müssen unabhängig von staatlichen Subven­tionen sein. Wie können von der Regierung abhängige Medien diese kritisch kommentieren und hinterfragen, wenn sie doch selber Teil des Spiels sind?

Es ist dringend angesagt darüber nachzudenken, welche gefährlichen Auswirkungen vom Staat abhängige Medien haben können und wie beeinflussbar, lenkbar und programmierbar wir dadurch je länger je mehr geworden sind.

   

Das Buch
Als die ersten Pressekonferenzen und Interviews zum neuartigen Coronavirus verarbeitet werden müssen, ahnt Martin Hasler, der langjährige und erfahrene Video-Operator der SRG SSR im Studio Bundeshaus, dass es sich dabei kaum, wie im News-Business sonst üblich, um eine Angelegenheit handelt, welche nach einigen Wochen oder Monaten so rasch von den Bildschirmen verschwinden wird, wie sie aufgetaucht ist. Dass die Geschichte aber eine Dynamik mit solch unfassbaren Aus­wir­kungen annehmen würde, hätte er sich in seinen schlimmsten Alb­träumen nicht auszumalen vermocht, zumal unvermittelt sämt­liche Regeln journalistischer Sorgfaltspflicht und Ethik verbogen, gebrochen und über Bord geworfen werden. Mit Herzblut und Tränen stellt er Fragen, fordert Vergleichszahlen und Verhältnismässigkeit in politischem Handeln und ruft auf zu Besonnenheit und Ehrlichkeit in der medialen Berichterstattung.
Erleben Sie mit, was hinter den Kulissen der Medienfassaden abläuft, während die breite Öffentlichkeit mit Propaganda eingelullt wird.
Erschienen: 09.06.2022 - 5. Auflage: 08.03.2023 (7'000 - 12'000 Expl.)

Der Autor

Martin Hasler arbeitete von 1982 bis 2021 beim öffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen SRG SSR für das Schweizer Fernsehen im Studio Bundeshaus. Während seinen 39 Berufsjahren als technischer Mitarbeiter betreute er nicht nur Kameras und andere technische Studioanlagen, sondern verarbeitete für die verschiedenen SRG-Redaktionen Tausende von Pressekonferenzen, Interviews und Studiosendungen. Den Bundeshauskorrespondentinnen und -korrespondenten der verschiedenen Sprachregionen als Dienstleister zur Verfügung zu stehen war für ihn ebenso attraktiv, wie die Mitarbeit bei Produktionen präsidialer Interviews und Ansprachen mit den höchsten Magistraten der Nation.

Im Oktober 2021 zwang ihn die beispiellose journalistische Ignoranz im größten elektronischen Medienhaus der Schweiz, den Dienst zu quittieren. 

Leseprobe

«[...] Während der Konferenz ist es mir dann gelungen, via E‑Mail an einen im Saal anwesenden Kollegen von Radio Télévision Suisse folgende Frage an D. Koch zu stellen: «Sie sagen, 280 Personen seien momentan unter Beatmung. Können Sie uns sagen, wie viele Menschen in normalen Zeiten ohne Pandemie im Durchschnitt in der Schweiz an Beatmungsgeräte angeschlossen sind?» Koch ließ den Journalisten nicht einmal die Frage zu Ende formulieren. Seine Antwort: «Nein», mit einem entsprechenden Kopfschütteln. Will er nicht oder weiß er es nicht? Es spielt gar keine Rolle, denn er hat damit, ohne dass er es wollte, bewiesen, dass es ihm nicht um die Fakten geht, sondern um die Dramaturgie. Es ist ein Skandal, und ich frage mich wirklich, warum kein Journalist diese und ähnliche wichtigen Fragen mit der notwendigen Hartnäckigkeit stellt [...] ».


Rezensionen

Martin Hasler hat in seinem Buch niedergeschrieben, was wohl viele Menschen in der Bevölkerung irgendwie vermutet beziehungsweise befürchtet haben. Die Medien spielen ein (bewusst?) gefährliches Spiel mit einseitiger Information. Das Buch wurde in Tagebuchform verfasst und gibt so die Ereignisse, Beobachtungen und Gedanken von Martin Hasler in den vergangen 2 Jahren chronologisch wieder. Dem Autor gehört auf mehreren Ebenen mein höchster Respekt. Zum einen für seine Ausdauer, dieses Projekt fertigzustellen. Zum andern für den Glauben an das Gute sowie seinen Mut und die Hartnäckigkeit, zu seiner Meinung zu stehen und diese zu veröffentlichen trotz dem Risiko, angefeindet zu werden. In dieser Zeit ist es wichtiger denn je, dass es solche Menschen und solche Bücher gibt, welche aufrichtig und ehrlich die Situation beschreiben. Vielen Dank für diese Arbeit! Sascha, 05.08.2022