IM HEXENKESSEL DER BUNDESHAUS-MEDIEN
Tagebuch eines Insiders

Auswirkungen der Corona-Berichterstattung in einem gekauften Mediensystem.

Staatlich beeinflusste Medien sind Gift für die direktdemokratische Ordnung. Die Medien sind in einer funktionierenden Demokratie als eine Art Frühwarnsystem für Politik und Verwaltung zu verstehen. Sie haben die Aufgabe, Politik und Verwaltung zu kontrollieren und, wo nötig, zu kritisieren und sie müssen unabhängig von staatlichen Subven­tionen sein. Wie soll eine Zeitung eine Regierung kritisch kommentieren, die ihr das Überleben sichert?

Es ist dringend angesagt darüber nachzudenken, welche gefährlichen Auswirkungen gekaufte Medien haben können und wie beeinflussbar, lenkbar und programmierbar wir dadurch je länger je mehr geworden sind.

Das Buch

   

Als die ersten Pressekonferenzen und Interviews zum neuartigen Coronavirus verarbeitet werden müssen, ahnt Martin Hasler, der langjährige und erfahrene Video-Operator der SRG SSR im Studio Bundeshaus, dass es sich dabei kaum, wie im News-Business sonst üblich, um eine Angelegenheit handelt, welche nach einigen Wochen oder Monaten so rasch von den Bildschirmen verschwinden wird, wie sie aufgetaucht ist. Dass die Geschichte aber eine Dynamik mit solch unfassbaren Aus­wir­kungen annehmen würde, hätte er sich in seinen schlimmsten Alb­träumen nicht auszumalen vermocht, zumal unvermittelt sämt­liche Regeln journalistischer Sorgfaltspflicht und Ethik verbogen, gebrochen und über Bord geworfen werden. Mit Herzblut und Tränen stellt er Fragen, fordert Vergleichszahlen und Verhältnismässigkeit in politischem Handeln und ruft auf zu Besonnenheit und Ehrlichkeit in der medialen Berichterstattung. Erleben Sie mit, was hinter den Kulissen der Medienfassaden abläuft, während die breite Öffentlichkeit mit Propaganda eingelullt wird.
Der Autor


Martin Hasler arbeitete seit 1982 beim öffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen SRG SSR für das Schweizer Fernsehen im Studio Bundeshaus. Während seinen 39 Berufs­jahren als technischer Mitarbeiter im grössten elektronischen Medienhaus der Schweiz erlebte er insgesamt 37 Bun­des­rä­tin­nen und Bundes­räte. Ob in ihrem Büro, beim Bundespräsidenten zu Hause oder hoch oben auf der Älggialp, die Produktionen präsidialer In­ter­views und Ansprachen mit den höchsten Magistraten der Nation wurden für ihn immer wieder zu einem Highlight der Sonderklasse.
2021 verliess er in letzter Konse­quenz der im Buch geschilderten Diskrepanz in der Corona-Berichterstattung dieses Unternehmen.

Martin Hasler ist verheiratet, hat vier Kinder und sechs Enkelkinder. Zusammen mit seiner Frau lebt er in der Agglomeration Bern.

Leseprobe

«[...] Während der Konferenz ist es mir dann gelungen, via E‑Mail an einen im Saal anwesenden Kollegen von Radio Télévision Suisse folgende Frage an D. Koch zu stellen: «Sie sagen, 280 Personen seien momentan unter Beatmung. Können Sie uns sagen, wie viele Menschen in normalen Zeiten ohne Pandemie im Durchschnitt in der Schweiz an Beatmungsgeräte angeschlossen sind?» Koch ließ den Journalisten nicht einmal die Frage zu Ende formulieren. Seine Antwort: «Nein», mit einem entsprechenden Kopfschütteln. Will er nicht oder weiß er es nicht? Es spielt gar keine Rolle, denn er hat damit, ohne dass er es wollte, bewiesen, dass es ihm nicht um die Fakten geht, sondern um die Dramaturgie. Es ist ein Skandal, und ich frage mich wirklich, warum kein Journalist diese und ähnliche wichtigen Fragen mit der notwendigen Hartnäckigkeit stellt [...] ».